Die Spannung

Du kommst durch die Tür der gemeinsamen Wohnung, in deinem Gesicht ein müder Ausdruck. Als sich unsere Blicke treffen, sehe ich, dir ist nach sehr viel Zuwendung und ein bisschen Meckern über deinen Tag.

Ich breite meine Arme aus und sage: „Komm her, mein Liebling, erzähl mir, was war, und lass dich knuddeln.“ Du lässt nicht lange auf dich warten, so schnell, wie deine müden Knochen es dir erlauben, eilst du zu mir und umschlingst mich mit deinen Armen.

Während meine eine Hand sanft deinen Rücken streichelt, spielt die andere mit deinem langen Haar und tätschelt gelegentlich deinen Kopf. Aus meinem Dekolleté dringt dein Gemurmel: „Nur Meetings. Stundenlang Meetings. Aber keiner hat wirklich was gesagt, alle wollten sich bloß selbst reden hören, und ich musste mir den Mist anhören.“

Ich küsse sanft deinen Kopf und hauche: „Sollen wir kuscheln? Soll ich dir was kochen? Oder hast du einen Wunsch, den deine Freundin dir erfüllen soll?“
Ein Moment vergeht, unsicher, ob du überlegst oder mit dir ringst, zu sagen, was dir am liebsten wäre, bevor ein leises „ein Wunsch“ zu mir dringt.

Ich kichere. „Du lässt keine Chance ungenutzt, aber ich hab’s ja auch angeboten. Ich schätze, wir gehen ins Schlafzimmer?“
Du nickst und löst dich von mir, um dich auf den Weg dorthin zu machen, während ich dir noch hinterherrufe: „Bereite es vor, ich hol mir eben noch etwas zu trinken aus der Küche.“

Nachdem ich mir eine Flasche Wasser geholt habe, finde ich dich ausgezogen auf dem Bett sitzend wieder. Ein kleines Gerät, Tücher und Desinfektionsmittel liegen mit dir auf dem Bett. Du strahlst und wirkst unruhig, fast schon hibbelig.

Ich setze mich zu dir und lächle etwas gehässig. „Du bist aber energiegeladen, brauchst du das dann überhaupt noch? Dann kann ich ja weiterarbeiten gehen.“
Deine Hand greift nach meinem Arm, und mit einem Schmollmund schaust du mich unzufrieden an.

Ich küsse dich auf die Nasenspitze und dann auf den Mund, bevor ich fast schon schuldbewusst sage: „Ich mach doch nur Spaß. Nun schau doch bitte nicht so.“
Aus dem Schmollmund formen sich gespitzte Lippen, und ich gebe dir noch ein paar Küsse als Entschuldigung.

Dein Kopf senkt sich, Augenkontakt zu halten, während du deine Verlegenheit überwinden musst, fällt dir immer so schwer. Würdest du es mögen, von mir dominiert zu werden, wäre es mir eine Freude, dir die Freuden zu verwehren, bis du es so tust, wie ich es verlange.

Doch zum Glück liebst du es, wenn du Schmerz erfahren darfst, und ich liebe es, ihn dir zuzufügen. Zumindest, wenn wir beide miteinander spielen, einander genießen und erleben. Da erklingt deine Stimme: „Würdest du mich fixieren? Damit ich mich noch ausgelieferter fühle?“

Ich küsse deine Stirn, da dein Kopf zu weit gesenkt ist, als dass ich deinen Mund erreiche, und antworte so freundlich-normal, als hättest du mich danach gefragt, ob ich dir einen Kaffee koche: „Klar, mach ich gern.“ Schließlich sollst du immer wissen, dass deine Wünsche kein Grund für Scham und Unbehagen sind.

Ich trinke einen Schluck Wasser und stelle die Flasche auf den Nachttisch, bevor du dich hinlegst und mir deinen Körper überlässt. Ohne Spannung in den Gliedern führe ich erst Arme und dann Beine zu den Textilfesseln, die unter unserer Matratze entlanggezogen sind. Mit ein wenig Zeit und Geduld kannst du dich aus ihnen befreien, doch für das Gefühl reichen sie allemal.

Als Arme und Beine fixiert sind und dein Bewegungsspielraum auf gespreizte Beine und Arme über dem Kopf reduziert wurde, setze ich mich zwischen deine Beine mit den drei Utensilien für unser Spiel.

Ich sprühe links und rechts auf deine Vulvalippen etwas hautverträgliches Desinfektionsspray ohne Alkohol und wische es zügig trocken. Nun kann ich Spray und Tücher erst einmal beiseitelegen und beginne damit, dir die kleinen Elektroden auf jeder Seite deiner Vulva, oben und unten, aufzukleben.

Du siehst mir gespannt dabei zu, und während ich die Kabel der Elektroden an das Gerät anschließe, werfe ich einen Blick zu dir. „Naaa, klopft dein Herz schon vor Aufregung?“
Du hättest gern dein Gesicht mit den Händen verborgen, da ich mit meiner Ahnung richtig lag. Doch durch die Fixierung kommst du nicht dran.

Ich grinse dich an und sage kichernd: „Ich erfülle immer wieder gern deine Wünsche, ein süßer Anblick, dein Gesicht.“ Ich necke dich zu gern, und auch wenn du dann immer mit mir schimpfst, würde es dir nicht gefallen, wenn ich aufhören würde.

Da du gerade etwas überfordert bist und dein Gesicht immer röter wird, frage ich vorsichtig: „Brauchst du einen Moment? Soll ich anfangen, oder sollen wir aufhören?“
Du atmest tief durch und sagst so klar und deutlich, wie du es in deinem Zustand wohl schaffst: „Bitte fang an, ich bin bereit.“

Ich nicke und starte das TENS-Gerät. Dein Schmerzempfinden ist zwar hoch, doch das sanfte, warme Kribbeln sorgt bei dir nur für Entspannung, selbst an dieser Stelle. Doch sobald ich den höheren Stufen näherkomme, wird sich das ändern, und dein Gesang erfüllt unsere Wohnung.

Daher frage ich, um mir sicher zu sein, dass es nicht zu viel wird: „Du kennst das Safeword und meldest dich mit Gelb, wenn du eine Pause brauchst?“
Du nickst eifrig, und ich entgegne: „Alles klar, dann lass uns Spaß haben“, bevor ich beginne, die Stufe alle zehn Sekunden zu erhöhen.

Pulsartig wird nun durch die Elektroden Strom an deine Vulvalippen abgegeben. Was auf den ersten Stufen noch entspannend wirkt, wird bald zu einem regelmäßigen stechenden Schmerz.

Schon auf Stufe 15 windest du dich ein wenig, atmest etwas schwerer, aber kein Stöhnen, kein Schreien. Ich grinse dich an: „So widerstandsfähig heute? Dabei genieße ich doch so sehr, dich zu hören.“

Ich verkürze die Abstände, in denen ich das Gerät hochschalte, und freue mich, dass du ab Stufe 20 endlich anfängst, laut zu stöhnen. Gierig beiße ich mir auf die Lippen, während du dich immer intensiver windest und deine Lust lautstark aus dir hinauskriecht.

Leise hauche ich zu dir: „Nun schrei“, bevor ich zügig auf 25 stelle. Dein Schreien und Quieken erfüllt den Raum, erfüllt mich, und vor lauter Wonne kann ich mich kaum bremsen zu kichern. Welch schöner Klang, Musik in meinen Ohren.

Trotzdem will ich mehr, so viel mehr. Doch bevor ich hochschalten kann, wirkt dein Gesicht, als wolltest du etwas sagen, und anders als erwartet, dass es das Safeword oder zumindest Gelb ist, rufst du nur: „Mehr!“

Ich erhöhe auf 35 in Windeseile, und dein Körper tanzt, windet sich, versucht sich von den Fesseln zu lösen, doch es gelingt dir nicht. Immer lauter wird dein Schreien, immer mehr erregt es mich, und während ich immer nasser werde, fällt mir auf, dass deine Schreie und dein Zucken etwas anders werden. Überrascht frage ich: „Du bist gekommen?“ Woraufhin du nur erschöpft antwortest: „Ja… Silber.“

Sofort stoppe ich das Gerät und somit auch die Stromimpulse, die du erfährst. Du atmest angestrengt, und ich befreie dich so schnell ich kann von den Elektroden und den Fesseln.

Du streckst deine Arme nach mir aus, und ich komme zu dir, umschlinge dich mit meinen Armen und küsse dich. „Alles gut, meine Süße? Wie fühlst du dich?“ frage ich vorsichtig, während ich so gut es geht versuche, dir Zuneigung und Geborgenheit zu schenken.

Etwas erschöpft nuschelst du: „Es war wundervoll. Danke. Mir geht es gut, aber es war auch total viel und intensiv. Ich brauche dich jetzt bei mir. Und das ganz nah.“

Ich nicke, fische nach unserer Bettdecke und bedecke uns damit, während wir kuscheln und einander Liebkosungen angedeihen lassen.