Das Geschenk

Die Küchenschranktür hinter mir geht auf und ich höre ein Rascheln und Knistern. Auch wenn ich bereits weiß, was du da gerade treibst, trenne ich mich von der Herdplatte, drehe mich um und trete an dich heran.

Spielerisch zeigst du dich verlegen, mit der Tafel Schokolade in der Hand, obwohl wir gleich gemeinsam essen wollen. Ich schlinge meine Arme um dich und sage ebenso verspielt tadelnd: „Na, ist das denn brav, vor dem Essen zu naschen?“

Doch du hast sofort eine Antwort parat: „Ich weiß, aber heute hab ich so Heißhunger auf Schoki, meine Brüste tun auch etwas weh und anderes. Da ist doch so eine kleine tröstende Schokolade erlaubt, oder nicht?“

Ich gebe dir einen Kuss, wohl wissend, was gerade in dir vor sich geht, und hauche: „Klar darfst du, alles, was dir gut tut. Ich könnte dir mit den schmerzenden Brüsten oder den anderen Themen auch helfen, wenn du magst.“

Du grinst mich vielsagend an und bestätigst nochmal: „Bei den anderen Themen könnte ich wirklich gerade deine Hilfe gebrauchen.“ Wir müssten das gemeinsame Essen zwar verschieben und ich das Kochen unterbrechen, doch dafür nehme ich das gern in Kauf.

Ich husche zurück zur Herdplatte, die ich ausstelle, du legst währenddessen die Tafel Schokolade auf den Küchentisch und wir eilen gemeinsam in Richtung Schlafzimmer.

Zaghaft frage ich, auch wenn ich mich bei dir nicht schämen muss: „Wenn es dir heute so geht, hast du auch Lust auf diese bestimmte Art es zu tun? Da denk ich nämlich schon den ganzen Tag dran.“

Du stoppst und ziehst mich zu dir, während du ein wenig kicherst, verkündest du: „Natürlich, ich auch, da hätte ich ja schon eher mir Schoki holen sollen.“ Wir küssen uns, bevor wir gemeinsam ins Schlafzimmer gehen und beginnen, einander auszuziehen.

Ich mag deinen Kleidungsstil, immer so praktisch, denn um dich aus deinem Kleid zu befreien, bedarf es nur das Öffnen einer Schleife im Nacken und einem kleinen Reißverschluss am Rücken.

Schnell stehst du nur noch in Höschen da, während du mir aus meinem Kleid hilfst, das du mir über den Kopf hinweg ausziehst. Während du dich an meinem BH zu schaffen machst, schiebe ich mir meinen Slip herunter.

Du könntest dich zwar aus deinem Slip befreien, doch da ich bereits nackt bin, übernehme ich das gern für dich, während ich zusammen mit der Unterwäsche hinabgleite. Deine Begeisterung ist dir anzusehen, besonders, nachdem du nun auch gänzlich unbekleidet bist.

Ich erhebe mich wieder, falle dir um den Hals und flüstere: „Es ist bei uns momentan gar nicht nötig, aber eventuell hab ich mich heut Morgen schon gedehnt und bin schon den ganzen Tag feucht.“

Ich mache eine kurze Pause und setze wieder an, lauter, fordernder, gieriger: „Los, nimm mich, mach mich dir zu eigen, vereine uns und schenk mir ein Baby, meine süße Ehefrau. Ich gehöre ganz dir, lass es mich spüren, komm in mir.“

Etwas, das man dir nicht zweimal sagen muss, denn du beginnst, mich Richtung Bett zu manövrieren, bis ich die Kante dessen in meiner Kniekehle spüre und mich sanft auf dieses fallen lasse.

Ich ziehe meine Beine an, um diese mit aufs Bett zu holen, und schiebe mich mit den Armen höher und mittiger, damit du genug Platz hast zwischen meinen Beinen, dich meiner anzunehmen.

Wenn wir diesem Bedürfnis nachgehen, wandelt sich der Sex sehr. Üblicherweise haben wir viele andere Optionen, die mehr Lust bringen als Penetration. Doch die Vorstellung, dass du in mir kommst, du nicht verhütest und wir mit der Fantasie dessen spielen, macht das Ganze gleich so viel reizvoller.

Du greifst nach meinen Beinen, winkelst diese an und stellst sie gegen deine Schulter. Ich kann nicht anders, als dir in der Position meine Vulva zu präsentieren und zu ersehnen, dich in mir zu spüren.

Meine Hände wandern nach unten, stimulieren kurz meine Klitoris, bevor sie sich daran machen, meine Vulva Lippen zu spreizen. „Sieh nur, ich warte auf dich, kannst du es sehen? Dring in mich ein, bitte.“

Du stemmst dich gegen meine Beine, ich spüre dich, und du lässt dir wenig Zeit, bis du gänzlich in mich eindringst und beginnst, mich zu penetrieren. Du hechelst, manchmal stöhnt du auch ganz süß, trotz der Konzentration, die es fordert, mich aktiv zu penetrieren.

Ich bin froh, dass du es tust und magst. Trotz der Anstrengung wirfst du mir immer wieder Worte entgegen, Sätze und Blicke, die mir zu verstehen geben, was wir tun und wem ich gehöre.

Fast wie ein Befehl bellst du: „Ich werde in dir kommen, und du wirst es lieben. Ich schenke dir ein Kind, mein Kind, unser Kind. Ich weiß, du kannst es gar nicht erwarten. Jeder Tropfen soll in dir landen.“

Ich quietsche dir entgegen. Hechel: „Bitte, tu es, vereine uns auf ewig und unumkehrbar, lass mich dich spüren, wie du mein Schicksal bestimmst, wie du unser Schicksal bestimmst. Lass uns in diesem Moment eins werden.“

Du wirst schneller, kräftiger, vielleicht sogar ein wenig zu kräftig, doch ich bin so vom Gedanken erfüllt, dass ich mich immer mehr in der Lust verliere. Ich beiße auf meine Unterlippe, beginne, wieder meine Klitoris zu massieren, und versuche, mit der verbliebenen Hand, meine Position etwas zu stabilisieren.

Du grinst mich an und küsst meinen großen Zeh, eine sehr zärtlich liebevolle Geste, konträr zur Intensität, wie du mein Innerstes zum Beben bringst. Und da du das gern machst, kurz bevor du kommst, genieße ich kurz darauf dein rhythmisches Zucken in mir.

Wohl wissend, dass dieser Höhepunkt nicht nur lautstark von dir begleitet wird, sondern auch mir ein wundervolles Geschenk macht. Du erfüllst mich mit deinem Leben, lässt es in mir zurück, und ich werde es austragen, nur für dich, und auch nur deins.

Du gleitest aus mir, während ich dir erschöpft ein „Ich liebe dich, meine wundervolle Königin, ich liebe dich so sehr.“ Du antwortest mit: „Ich liebe dich auch, meine kleine Prinzessin. Meine zukünftige Mutter meiner Kinder.“

Langsam gibst du meinen Beinen die Chance, wieder das Bett unter sich zu spüren, bevor ich diese lang mache. Du krabbelst zu mir auf Kopfhöhe, schwer atmend, und kuschelst dich an mich.

Ich suche deine Lippen und küsse dich zufrieden, bevor ich hauche: „Es läuft aus mir heraus, heute ungewöhnlich viel, ein schönes Gefühl, danke.“ Ein erleichtertes Aufatmen, gefolgt von etwas erschöpften Worten: „Ich hatte auch viel Spaß, ich freu mich, dass es dir gut gefiel, ist ja inhaltlich oft mäßig spannend ohne diese Zusatzkomponente.“

Ich presse mich eng an dich und küsse deinen Hals, bevor ich hauche: „Deine Prinzessin hat nichts dagegen, noch weiter Zeit mit dir im Bett zu verbringen und ihren Hunger nach dir in aller Art und Weise gestillt zu bekommen.“