Die Auflockerung
Zusammen liegen wir unter der großen Decke des gemeinsamen Bettes. Nach einem langen Arbeitstag und auch wenn das Bett groß ist, schlafen wir immer auf einer Seite eng aneinander gekuschelt.
Dich so nah zu spüren, als wären wir dafür gemacht, so eng aneinander zu haften, schenkt mir Erholung und Zufriedenheit. Egal, wie hart der Tag auch war, du machst ihn so viel strahlender und schenkst mir neue Energie.
Und diese neue Energie weiß ich zu nutzen, als ich ein wenig mit meinem Hintern wackle und mich so an dir reibe. Du lässt die Geste nicht unbeantwortet und stößt leicht gegen mein Hinterteil.
Obwohl es nur als kleiner Spaß gedacht war, kribbelt jeder Stoß in meinen Bauch und mein Herz schlägt deutlich aufgeregter als zuvor. Ich versuche mich zu sammeln und das Beenden meines Wackelns beendet auch dein Stoßen.
Meine Hände wandern zu meinem Gesicht, das etwas rot geworden ist, und du fragst vorsichtig: „Alles okay? Habe ich dir weh getan oder Unbehagen bereitet?“ Doch ich schüttele nur den Kopf und bewege meinen Hintern erneut.
Du stößt wieder dagegen, und ich kann nicht anders, als aufzustöhnen. Etwas, das mein Gesicht noch wärmer werden lässt. Meine Reaktion beantwortest du mit einem kurzen Kichern, bevor deine schelmische Natur überhand nimmt.
Du näherst dich meinem Ohr und flüsterst: „Du machst aber spannende Geräusche, will da jemand, dass ich weiter mache? Mehr mache?“ Doch was nur dazu dienen sollte, dass ich noch mehr in Verlegenheit gerate, lässt ein impulsives „Ja“ von mir erklingen.
Ich liebe deine Neckereien, doch meine Reaktion scheint uns beide verblüfft zu haben, und so liegen wir da, ein paar Minuten, und schweigen. Du scheinst deinen Mut zusammen genommen zu haben in der Zeit und fragst zaghaft: „Du hattest schon oft davon gesprochen, hattest diesen Wunsch und warst noch nicht bereit, ihn in die Tat umzusetzen, bist du es jetzt? Wenn nicht, ist das nicht schlimm, wirklich nicht.“
Wenn du mutig bist, konnte ich dich doch nicht mit deiner Frage allein lassen, denke ich und lasse jedes Wort bedächtig aus mir herauspurzeln: „Ich … glaube … schon“. Ein tiefer Atemzug, während meine Hände zu meinem schnell klopfenden Herzen wandern, bevor ich noch etwas anfüge: „Du wirst wie immer auf mich acht geben, bedächtig sein, Grenzen achten, kommunizieren und auf das Safeword hören…oder?“
Du nickst, während du mir zuhörst, scheinbar reflexhaft, denn dass ich es mitbekomme, ist in der Position nicht garantiert. Dann wiederholst du deine Gedanken verbal: „So wie immer, wenn wir spielen, und vielleicht noch vorsichtiger, nichts passiert, was du nicht willst.“
Ich drehe mich zu dir um und sehe dich entschlossen an. „Lass es uns tun“. Du rutschst von mir weg, gibst mir den Raum, mich im Bett zu positionieren, auszubreiten, und so lege ich mich mittig vom Bett auf den Bauch.
Du hingegen, du gehst an unser Fach für die Spielzeuge und holst aus diesem Gleitgel, Anal-Plugs in verschiedenen Größen und unser Strap-On Harness, an das du einen kleineren Aufsatz als zuvor befestigst.
Du legst die Sachen neben mich ins Bett, und das Kribbeln wird stärker in meinem Bauch. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich Angst habe oder es nicht wollen würde. Aber es ist trotzdem sehr aufregend und neu.
Spätestens als du mit den Küchentüchern wiederkommst, scheinst du alles zu haben. Das bestätigt sich, als du erst langsam meinen Slip ausziehst und dich dann neben deinen kleinen Berg an Objekten ins Bett setzt.
Ich atme durch die Nase tief ein und gut hörbar, kontrolliert, durch den Mund aus. Deine Hand streichelt meine Pobacke und deinen Kopf wendest du zu mir, sodass wir einander ansehen. Es vergeht ein Augenblick, bevor du sagst: „Du bist sehr angespannt, hast du Angst? Es ist nicht schlimm, wenn es doch nicht passt.“
Doch ich schüttele nur eifrig den Kopf. „Ich bin positiv aufgeregt, vielleicht auch ein bisschen unsicher, das möchte ich nicht abstreiten. Aber mehr, als würde ich in der Schlange einer Achterbahn stehen, auf die ich immer wollte, als ein gruseliger Termin beim Arzt.“
Du gibst mir einen kleinen Kuss auf die Pobacke, bevor du diese sanft von der anderen wegziehst. „Der Achterbahn ist es aber egal, wie angespannt du bist, dein Hintern braucht Entspannung, um sich darauf einzulassen.“
Ich nicke dir zu und vergrabe mein Gesicht etwas im Kissen. Ich spüre, wie du dich über mich beugst, da dein Haar über meinen Rücken kitzelt, und während deine eine Hand mich etwas spreizt, wandert der Zeigefinger der anderen Hand zu meiner Körperöffnung, die du vorsichtig streichelst.
Ich hechel zaghaft, und ein Kribbeln durchzuckt und erregt mich. Ich hatte mich vorher schon selbst dort gestreichelt, doch wie so oft ist es kein Vergleich dazu, wenn es jemand anderes tut und man sich nur auf das Gefühl konzentrieren muss.
Du lässt nur kurz von mir ab, um dann mit einem „Vorsicht, kalt!“ Gleitgel aufzutragen. Dein Finger verteilt das Gleitgel, übt vorsichtig Druck aus und rutscht, sobald ich mich auf das Gefühl eingelassen habe, problemlos in mich.
Dort angekommen hat mich das Gefühl des Eindringens sehr überfordert und trotz großer Lust erstickte meine Stimme im ersten Moment. Ich hob meinen Hintern vorsichtig an und du nahmst dies als Signal, mich mit deinem Finger vorsichtig zu penetrieren.
Etwas, das die Töne, die eben noch ausgebremst wurden, befreite und mich stöhnen ließ. Umso unerfreuter war ich, als du deinen Finger aus mir zogst. Fast wollte ich mich bereits beklagen, da hörte ich das Klicken der Gleitgelflasche, die einen neuen Kontakt einläutete. Diesmal mit einem der kleinen Silikonplugs, der sich weniger zart und vertraut anfühlt, aber auch von meinem Körper angenommen wird.
Du lässt diesen, nach dem Aufregenden, in mich rutschen, dort für einige Momente ruhen. Ich spüre die Dehnung da unten, und auch das füllende Gefühl, doch so spannend wie die Reizung direkt am Schließmuskel ist es nicht. Aber zweckdienlich, schätze ich.
Deutlich ruhiger liege ich da, während du Plug um Plug mit der selben Durchführung, aber größer werdenden Umfang in mich einführst. Die benutzten finden auf einigen Papieren ihren Platz und sobald jeder von ihnen mich nicht nur dehnte, sondern auch passte, wendest du dich dem Strap-on zu.
Den Aufsatz führst du mir auch erstmal so, wie die Plugs, ein und dieser ist nicht nur größer, sondern auch anders geformt, wodurch es sich im ersten Moment ungewohnt anfühlt. Vorsichtig penetrierst du mich mit der Spitze und dringst immer wieder ein klein wenig tiefer in mich ein.
Die Penetration, die im ersten Moment komisch anfühlte, wandelt sich zu der Begeisterung vom Anfang, und ich begann zu stöhnen und ein wenig mit den Beinen zu zappeln.
Wo die Stimmung bisher von deiner Seite recht ruhig, meditativ war, durchbrichst du nun die Stille für eine letzte Rückfrage: „Soll ich ihn anziehen und dich penetrieren.“ Etwas, das ich sowieso gerne höre und fühle, wenn du es vaginal tust. Der Gedanke, so mit dir verbunden zu sein, erregt mich oft mehr als der eigentliche Prozess. Hierbei erahne ich, dass beides sehr spannend sein könnte.
Die Eindrücke bisher waren positiv mit dir, und es lässt mich innerlich erzittern, mir vorzustellen, dass nicht nur diese schöne Reibung mich erfüllt, sondern du es ganz aktiv tust. Unfähig, noch länger zu warten, bettel ich dich förmlich an, es zu tun.
Du räumst alles, was du nicht mehr brauchst, weg, ziehst dir den Strap-On an und benetzt den Aufsatz und mich erneut mit Gleitgel. Mit gespreizten Beinen nimmst du den Platz kurz hinter meinem Hintern ein und stößt vorsichtig gegen meine Körperöffnung.
Deine Hände spreizen meine beiden Pobacken und du rutscht mit Leichtigkeit Zentimeter um Zentimeter in mich. Bis ich deine warmen Beine an meinem Hintern spüre. Nach einem prüfenden Blick fragst du: „Alles gut bei dir? Soll ich anfangen zu penetrieren.“
Ich antworte dir ein vorsichtiges „Mhm“, während sich die gesamte Größe des Aufsatzes schon intensiv in mir anfühlt. Als du beginnst, mich langsam zu penetrieren, gebe ich dir mein Feedback in Form von Stöhnen, bei jedem Stoß, den du mir schenkst.
Du wirst schneller, kräftiger, und ich lauter. Ich bin froh, dass du so fürsorglich, wie man es machen sollte, dich meiner angenommen hast. Denn das Kribbeln und die Lust erfüllen mich, ohne dass etwas zwickt oder unbehaglich ist.
Ich will dich tiefer und fester, während es mich überrascht, wie schön es sich anfühlt, das zu spüren. Wie empfindlich man dort doch für solche Reize ist. Da es für dich gerade nur Sport ist, beschenke ich dich immer freier von Scham mit lustvollen Stöhnen.
Ein kleines „Danke“ verlässt ebenfalls meine Lippen und vermischt sich mit den anderen Klängen. Etwas schwer atmend sagst du „Möchtest du es mal auf allen vieren ausprobieren?“
Und ich nicke dir aufgeregt zu, während du aus mir herausgleitest. Ich lasse mir wenig Zeit, die neue Position einzunehmen, und freue mich, dass du dem Tempo folgend alsbald wieder in mich eindringst.
Deine Hände stabilisieren meine Beine, während du mich bei jedem Stoß hältst, doch für meine Arme wird es zu anstrengend, in diesen unbekannten Gefilden. Wie ein nasser Sack lasse ich meinen Oberkörper wieder auf die Kissen fallen und betätige mich ebenfalls sportlich, indem ich meine Hand nach meiner Klitoris ausstrecke und diese zu streicheln beginne.
Das Stöhnen wird weniger, dafür bin ich nun mit Sabbern beschäftigt und rutsche ab und zu mit der Hand ab, da meine Vulva recht feucht geworden ist. Ich spüre, dass ich komme, und möchte mich am liebsten mit allen meinen Gliedern im Bett festkrallen und mich festbeißen.
Immer wackliger werden meine Beine, trotz deiner Stabilisierung, und als meine Vulva zu kontrahieren beginnt, tut es mein Hinterteil mit dir in mir ebenso. Ein schönes und merkwürdiges Gefühl, gleichermaßen, denke ich, noch, bevor mein Verstand sich ganz verabschiedet.
Was vorher schon erregend war, wird zu einer Sensation, der Talfahrt einer Achterbahn nahe, nachdem man die Spitze erreicht hatte. Das Innere wird aufgewirbelt, durchgewirbelt, umspült von Lust und Glück. Kein Fleckchen meines Leibs bleibt verschont und jeder Sturm, jede tosende Welle brandet in meinem Kopf und lässt mich minutenlang nicht mehr vor den Gefühlen entkommen.
Meine Beine halten mich trotz Stütze nicht mehr und während ich aufs Bett sinke, rutscht du mit dem Strap-On aus mir heraus. Unfähig, mich zu bewegen, kralle ich mich in die Zipfel meines Kopfkissens, und je mehr die Wellen verebben, desto mehr sehne ich mich nach dir und deiner Wärme.
Für einen kurzen Augenblick verlässt du unser Schlafzimmer, doch bevor ich mich nach dir verzweifelt ausstrecken kann, bist du auch schon wieder da und legst dich zu mir. Deine Arme umschließen mich, deine Lippen schenken mir eins ums andere Mal Liebesbekundungen in Form von Küssen.
So intensiv wie es war, umso dankbarer bin ich, dass du mich nun so umsorgst. Fast schon schläfrig hauche ich: „Danke, das hätte ich schon viel früher machen sollen, meine Süße, das war so schön, können wir das wieder tun?“
Du lächelst, während deine Hand durch mein Haar fährt. „Sehr gern, so oft du willst. Es war sehr schön, dich so erregt zu sehen, da mag die Stelle jemand wohl besonders gern.“
Doch bekomme ich nur noch ein verspieltes „Mhm“ heraus, bevor ich in deinen Armen einschlafe.
