Das Kribbeln
Du lässt ein erleichtertes Aufatmen hören, kurz bevor du in dein Stück von deiner Pizza beißt, die eben geliefert wurde. Eng aneinander gekuschelt sitzen wir auf der Couch, schauen Fernsehen, erzählen von unserem Tag.
Du mit deiner Pizza und ich mit meinem Nudelgericht, während wir uns eine Serie auf einer Streaming-Plattform anschauen haben. Mit jedem Stück, das du dir einverleibst, wirst du ruhiger und entspannter.
Plötzlich sagst du gleichermaßen verträumt wie rührselig: „Du, das alles hier, nach so einem Tag nach Hause zu kommen und bei dir sein zu dürfen, macht alles so viel schöner, heller, angenehmer. Ich bin mir sicher, ich könnte mich in diesem Moment nicht wohler oder entspannter fühlen.“
Ich kichere für einen Augenblick unkontrolliert, bevor ich mich dir anschließe und sage: „So geht es mir doch auch. Wenn du endlich da bist, wird selbst ein guter Tag umso heller, meine Süße.“ Misstrauisch blickst du zu mir hoch: „Warum hast du gelacht?“
Unsicher, ob es eine gute Idee ist, zu verraten, was ich dachte, schließlich lässt du dich gern von neuen interessanten Reizen ablenken, lächle ich und antworte in einem verspielten Sing-Sang: „Saaag ich nicht.“
Aus dem misstrauischen Blick wird ein Schmollmund, gepaart mit ganz großen Augen, und dein Mund formt weinerlich die Worte: „Will meine Freundin etwa, dass ich traurig bin, Schnüff.“ Wieder ein Kichern, doch aus Wonne darüber, wie unglaublich süß und verspielt du doch bist.
Ich gebe mich geschlagen: „Naagut, ich verrate es dir.“ Ich komme ganz nah an dein Ohr und beginne zu flüstern: „Ich dachte, dass du dich nackt in unserem Bett während ich allerlei Dinge mit dir anstelle noch mehr entspannen könntest.“ Du wolltest es wissen, und doch ist dein Gesicht rot, und du schnaubst ein wenig. Gespannt schaue ich dich an und überlege, ob du dich traust oder nicht. Doch zu meiner Überraschung kommt deine Antwort schnell: „Ginge das denn?“
Ich stelle den letzten Rest meiner Nudeln auf den Tisch, und du machst es mir nach mit deinen zwei verbleibenden Stücken von deiner Pizza, bevor ich deine Hand ergreife und mit dir Richtung Schlafzimmer unterwegs bin. Ich schätze, das reicht dir als Antwort.
Dort angekommen, ziehst du dich ungeduldig aus und setzt dich aufs Bett. Als ich mich dazugeselle, musterst du mich: „Warum ziehst du dich nicht aus?“ Ich ziehe eine Augenbraue hoch: „Damit man sich um dich kümmern kann, muss man dich schon festbinden, du verlierst deine Wünsche so schnell aus den Augen, und am Ende kümmerst du dich um mich. Heute nicht, Fräulein.“
Du wirkst, als stimmtest du mir zu, aber die Genugtuung, es auch noch auszusprechen, gönnst du mir nicht. Daher wirfst du dich auf den Bauch, legst deine Hände über den Kopf und sagst gespielt theatralisch: „Oh nein, dann musst du mich wohl fesseln.“ Da ich aber andere Pläne mit dir habe, fische ich ein langes, blickdichtes Tuch aus einer Schublade und verbinde dir damit die Augen, während ich in einem sanften Ton frage: „Reicht dir das an Fesselung? Ich glaube, dich zu fixieren würde die Intention sabotieren.“
Deine Hand sucht nach mir und streichelt über mein Bein: „Natürlich, mach dir keine Sorgen, danke, ich freue mich und bin gespannt.“ Nach einem tiefen Atemzug beginne ich, deinen Rücken zu küssen.
Ich erzeuge einen Pfad vom Nacken bis kurz vor deinen Hintern mit Küssen und verbinde im Anschluss jede Stelle, die ich zuvor küsste, durch einen durchgängigen Pfad, den meine Zunge auf deinem Körper malt.
Meine Finger tanzen während der Wanderschaft meiner Zunge sanft über deinen Körper und berühren Stellen, die bisher unberührt blieben, auf deinem Rücken. Aus der Schublade kommt das nächste Objekt: eine Massagebutter, die bei Hauttemperatur bereits schmilzt und nun über deinen warmen Körper wandert.
Der Geruch der Massagebutter verteilt sich im Raum, und schon bald kann ich die weich gewordene Flüssigkeit selbst einmassieren und das handliche Stück weglegen. Als dein Rücken warm, duftend, glänzend und sehr versorgt erscheint, beginnst du, mit dem Hintern zu wackeln.
Ich erwidere die Geste mit einem kleinen Kuss, und da du weiterwackelst, bekommst du noch einen hinterher. Leise dringt dein Nuscheln an mein Ohr: „Würdest du mich lecken?“ Wenngleich ich weiß, dass du mich nicht sehen kannst, muss ich doch lächeln und sage: „Klar, dreh dich um.“
Unsicher, weil du dich nicht umdrehst, warte ich auf eine Erklärung, und diese kommt noch leiser als die letzte: „Nicht vorne.“ Überrascht küsse ich deine Pobacke und lecke dann über sie, zaghaft frage ich danach: „Hier?“
Anschließend spreize ich deine Pobacken, berühre mit meinem Finger deine Körperöffnung und frage ernster: „Oder hier?“ Ich habe das Gefühl, dass du schon mit den letzten zwei Versuchen, deinen Wunsch zu benennen, überfordert warst, und doch dringt ein leises: „Das zweite“ zu mir.
Ungewohnt, dass du dir mal etwas wünschst, viel zu oft nimmst du dich zurück, obwohl ich das gar nicht möchte. Und so schiebe ich deine Beine auseinander und setze mich zwischen ihnen. Wir haben das noch nie gemacht, und auch wenn mein Bauch ein wenig kribbelt vor Nervosität, fühlt es sich nicht wie etwas Schlechtes an.
Obwohl du danach fragtest, bist du es nun, die lauter und selbstbewusster, aber auch etwas traurig fragt: „Bist du dir sicher, dass du so etwas tun willst? Ich schäme mich etwas, weil ich das mag.“
Doch von mir kommt nur: „Ich bin mir sehr sicher,“ bevor ich deine Pobacken sanft spreize, mich hinabbeuge und mit meiner Zunge sanft über dein Loch wandere. Was für mich eine sehr warme, weiche Struktur ist, mit einer kleinen bitteren Note, löst bei dir ein lustvolles Hecheln und das Strampeln mit den Beinen aus.
Etwas überrascht beobachte ich, wie die Reaktionen verebben, und frage empört: „Du reagierst da so drauf und hast bisher nichts gesagt?“ Ich beuge mich wieder hinab und beginne nun ausgiebig, dich dort zu lecken, jede kleine Stelle sanft zu umspielen.
Du hingegen kannst dich kaum ruhig halten, und ich frage mich, ob doch die Augenbinde noch intensiver wurde, als es scheinbar eh für dich ist. Meine Hände spreizen deine Pobacken etwas mehr, und deine Körperöffnung öffnet sich ein wenig und offenbart rosafarbene Haut.
Ich lecke diesen neu erschlossenen Bereich ein wenig ab und werde immer mutiger, während du immer verzweifelter jappst. Ich entlocke dir Geräusche, die ich sonst nur von der kenne, wenn ich dich vorne lecke, und fühle mich berauscht, herauszufinden, wie weit ich das noch treiben kann und ob du so kommen könntest.
Daher gibt es nur eine logische Maßnahme: Ich schiebe deine Pobacken noch ein Stück weiter auseinander, doch deine Körperöffnung war durch die Stimulation und den Speichel sowieso recht dehnbar geworden, und schiebe meine Zunge in dich.
Je tiefer ich eindringe, desto mehr muss sich dein Muskel dehnen, und ich fahre zaghaft mit der Zunge über die Haut im Inneren. An dieser Stelle war ich mir nicht mal sicher, ob das, was ich hier tat, und dein lustvolles Stöhnen mich trotz Kleidung nicht auch zum Kommen bringen könnte.
Doch plötzlich beginnt dein Unterleib zu pulsieren, zu kontrahieren, übt Druck auf meine Zunge aus, während diese erbittert an ihrem Plan festhält, dich weiter zu lecken. Da du gerade gekommen bist und nicht mal mehr deine Beine strampeln vor Erschöpfung, ziehe ich mich aus dir zurück.
Meine Hände lassen deine Pobacken vorsichtig los, und ich krabbel neben dich ins Bett. Du schnaubst richtig, wirkst kraftlos, aber auch glücklich, soweit ich das erahnen kann bei dem Wenigen, das ich von deinem Gesicht sehe.
Amüsiert gebe ich mich resigniert: „Nun, Entspannung war nun nicht das, was du bekommen hast, was mach ich da bloß, ich gelobe Besserung.“ Doch statt dass du mir antwortest, schmiegst du dich auf einmal eng an mich.
Als dein Herzschlag und dein Atem ruhiger werden, hebst du deinen Kopf: „Danke, das war wundervoll, würdest du das in Zukunft nochmal machen?“ Ich zupfe dir sanft die Augenbinde ab, und als du mich vom Licht gestört anblinzelst, suche ich deinen Blick. Ein sanftes: „Immer wieder gern, meine Wundervolle,“ verlässt meine Lippen, bevor ich deine Stirn küsse und dich gleichsam umschlinge, wie du es tust.
